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aktualisiert: 16.05.2012
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Schuleigenes Konzept: Bewegte Schule 1. ZielsetzungenIn unserer Schule als Lebens- und Lernraum spielt Bewegung und Sport bereits eine tragende Rolle. Da Kinder immer weniger grundlegende Vorerfahrungen aus dem frühen Kindesalter in die Schule mitbringen, erscheint es umso wichtiger, mehr Bewegung im gesamten Unterricht und im schulischen Alltag zu ermöglichen. Bewegung und Sport soll dazu beitragen:
Diese Ziele sollen in sich gegenseitig ergänzenden Zusammenhängen ausgeführt werden: „Aktive Pause - Schulhof in Bewegung“, Sport- und Schwimmunterricht, „Bewegter Unterricht“, dynamisches Sitzen, Spiel- und Sportfeste, Bewegungs- und Schwarzlichttheater, Klassenfahrten, Wandertage, Kooperation mit Sportvereinen und anderen Institutionen, Projektwochen, Elterninformationen. Das wünschenswerte Ziel einer Ausstattung mit neuen, ergonomischen Schulmöbeln ist aufgrund fehlender Finanzierungsmöglichkeiten kurzfristig nicht realisierbar. Im Bereich „Bewegtes Sitzen“ sind dennoch Fortschritte erzielt worden: z.B. Ballkissen als Angebot, Aktionstag „Sitzen und Bewegen“, Stehtische in allen Klassen.
2. Sport- und Schwimmunterricht1Alle Klassen haben die von der Stundentafel vorgesehenen drei Stunden Sportunterricht in der Woche. Sport findet überwiegend in der Turnhalle statt, deren Ausstattung durch Anschaffungen und Ergänzungen in den letzten Jahren als gut zu bezeichnen ist. Weitere Möglichkeiten für sportlichen Unterricht bestehen auf dem Pausengelände sowie im nahe gelegenen Wald. 2010 wurde neben der Turnhalle eine Sprunggrube mit Tartan-Anlaufbahn gebaut. Weiterhin hat uns der Landkreis die Realisierung einer Außensportanlage (Multifunktionsspielfeld) in Aussicht gestellt. Im 2. und 4. Schuljahr findet der Schwimmunterricht für ein halbes Jahr im nahe gelegen Wetter statt (Busfahrt). Das dortige Hallenbad verfügt über günstige Bedingungen für Schwimmer und Nichtschwimmer. Die vorhandene Ausstattung ist bezüglich der Hilfsmittel zum Schwimmen lernen noch ausbaufähig. Die meisten Schüler erlangen bei uns das Deutsche Jugend-schwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold.
3. Spiel- und SportfesteIm Stadion der Gesamtschule Wetter werden jährlich die Bundesjugendspiele durchgeführt. Im Jahre 2005 haben wir umgestellt und eine neue Variante eingeführt: der ´Leichtathletik–Wettbewerb` als Vierkampf mit variablen Disziplinen. Vielseitigere Stationen wie Kartonsprint, Gelände- und Hindernisläufe, Ballstoßen, Flatterball-Weitwurf, Reifen- und Zonensprung sorgen für mehr Bewegungszeit und Spaß bei den Kindern. Zusätzlich gibt einen freien Spielbereich mit Bällen, Seilen, Reifen, etc. Diese neue Form der Bundesjugendspiele hat sich bewährt, benötigt aber viele helfende Eltern und eine aufwendige Vorbereitung. Periodisch findet das „alternative Spielefest“ mit vielen verschiedenen Stationen und Materialien statt - meist im Rahmen eines Schulfestes mit Eltern sowie Kaffee und Kuchen. 2005 und 2009 fanden Sponsorenläufe mit unterschiedlichen Laufstrecken auf dem Schulgelände statt. Dieser Geländeläufe mit Schulfestcharakter wurden von Kindern und Eltern gut angenommen.
4. Schulhof als Bewegungs- und SpielraumDurch erhebliche Investitionen und Anschaffungen in den letzten Jahren hat sich das Schulhofgelände zu einem Ort der Bewegungsförderung gewandelt. Neben Rasenflächen mit Bäumen, dem Schulwald, einem Asphaltbereich mit aufgemalten Hüpfspielen und Infotafel gibt es auch Ruhezonen mit Bänken und Tischen. Es existieren sechs Fußballtore, Basketballkorb, Tischtennisplatte, Sandkasten, Schaukel, zwei Holzhäuschen, Kletterwand, Großwippe, Drehscheibe, Hangelgerüst, Riesenrutsche, Nestkletterbaum, dreiteiliges Reck sowie vier Balancierstationen. Im Frühjahr 2011 wurde das neue Pausensporthaus mit vielseitigen Spiel- und Sportgeräten eröffnet: Roller, Pedalos, Fahrzeuge, Rollbretter, Tellerschlitten, Stelzen, Bälle, Seile, Reifen und vielen anderen Kleingeräten. Neuerdings stehen auch bei Nässe einige Spielgeräte zur Verfügung. Das neu entwickelte Ausleihsystem mit Klammern sowie der wechselnde Pausensportdienst durch die Klassen 3 und 4 haben sich bewährt. Weitere Pausenangebote: Becherstapeln und Stacking in der Ruhezone, Entspannungsangebot im Werkraum an 3 Tagen pro Woche (periodisch), Slackline an 2 Tagen pro Woche.
5. Bewegter Unterricht und Bewegungspausen in der KlasseBewegungs- und Entspannungspausen (Spiele, Lieder, Sausepause) im Klassenzimmer finden in den Klassen regelmäßig statt. Auch in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Englisch und Musik werden Elemente des bewegten Lernens durchgeführt. Die bisherigen Ansätze wie z.B. kleine Bewegungsspiele, Brain-Gym, Bewegen nach Musik sollten ausgebaut werden und häufiger zur Anwendung kommen, da sie positive Auswirkungen auf das Verhalten und die Leistungen der Kinder haben.
Während der regelmäßig durchgeführten Projektwochen wurden in den letzten Jahren
zunehmend bewegungsorientierte Angebote wie z. B. Zirkus, Inliner, Fußball,
Reiten, und Schwarzlichttheater integriert. Diese fanden bei den Kindern große
Resonanz und werden auch weiterhin in die Projektwochen eingebunden. Zur Unterstützung des bewegten Unterrichts ist in jeder Klasse die selbst erstellte Kartei „Bewegung und Entspannung im Unterricht“ und eine zweite Kartei zum Themenbereich „Rückentraining für Kinder“ vorhanden. Zu beiden Karteien finden immer wieder Aktualisierungen statt. Das dynamische Sitzen wird mit Dynair-Ballkissen gefördert, die in jeder Klasse als Angebot zur Verfügung stehen. Außerdem bemühen sich die Lehrer, im Unterricht verschiedene Sitzpositionen zuzulassen. Seit 2011 befindet sich in jeder Klasse ein höhenverstellbarer Stehtisch.
6. Außerschulische VernetzungDiesbezüglich gibt es gute Erfahrungen mit dem Verein für psycho-motorische Entwicklungsförderung in Wetter sowie Mitarbeitern der Sportarten Tischtennis, Fußball und Einradfahren. So erhielt z.B. jede Klasse eine zweistündige Einführung in die Sportarten Tischtennis und Einradfahren durch Übungsleiter des örtlichen Vereins. Weitere Kooperationen gab es zudem mit Stiftungen (Workshop Seilspringen) und Firmen (Workshop waveboard). Die Information der Eltern erfolgt auf mehreren Ebenen:
Weitere Bewegungsaktivitäten:
7. Handlungsschritte
8. EvaluationBis zum Ende des Schuljahres 2008/2009 fand eine Evaluation der durchgeführten Handlungsschritte in einzelnen Sequenzen statt.
Im Februar 2010 wurde unserer Schule nach erfolgreicher Prüfung das Teilzertifikat “Bewegung“ für vier Jahre vom Hessischen Kultusministerium verliehen.
1 Bestandsaufnahme Juli 2008 2 Die bewegungsorientierten Ausführungen unserer Homepage wurde exemplarisch vom niedersächsischen Kultusministerium unter www.bewegteschule.de im Newsletter vom 16. Juli 2009 ins Internet gestellt. Der Förderverein unserer Schule hat am Wettbewerb „Besser essen – leichter lernen!“ der Volksbank Mittelhessen 2009 teilgenommen und hat mit seinem Ernährungs- und Bewegungskonzept überzeugt. Die Schule erhielt für ihr weiteres Engagement eine Spende von 1000,00 Euro.
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